Kinder beim Zahnarzt
Ab der Geburt bis zum vollendeten 2. Lebensjahr sollten Sie mit Ihrem Kind regelmäßig einmal im Jahr und ab dem 2. Geburtstag zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen.
Das Kariesrisiko wird eingeschätzt, Tipps zu Ernährung und Mundhygiene gegeben und dem Kind erklärt, wie es sich am besten die Zähne putzt. Eventuelle Beläge werden schnell und schmerzfrei entfernt und der Zahnschmelz mit speziellen Fluoridlacken gehärtet.
Für die „Erwachsenenzähne“ sind gesunde Milchzähne sehr wichtig.
Daher sollten Sie Karies vermeiden und Ihrem Kind ein gesundes Lächeln schenken.
Die Vorbereitung auf den Zahnarztbesuch
Es ist uns wichtig, dass der Zahnarztbesuch für Ihr Kind ein angenehmes Erlebnis wird, da die Behandlung von Kindern manchmal etwas schwierig sein kann. Damit Ihr Kind zahnärztlich gut versorgt und die Behandlung zu einer guten Erfahrung wird, kommt es auch auf Ihre Mithilfe an. Hierbei ist der gefühlsmäßige Umgang mit dem Thema am wichtigsten und ein anstehender Termin beim Zahnarzt sollte neutral oder sogar positiv besetzt sein. Dem Kind sollte das Gefühl vermittelt werden, dass ein Zahnarztbesuch etwas völlig Normales ist. Negative Formulierungen wie „Oje, Mama muss morgen zum Zahnarzt“ sind genauso zu vermeiden wie Belohnungen, wenn das Kind „brav“ war, da so eine negative Erwartung geweckt wird.
Damit sich das Kind früh an die Praxis gewöhnt, sollten Sie es als Begleitung zu Ihrem eigenen Kontrolltermin mitnehmen. Bei dieser Gelegenheit kann es spielerisch und ohne jeglichen Druck gefragt werden, ob es sich auch einmal auf den Behandlungsstuhl setzen möchte.
- Die Termine sollten zu Tageszeiten wahrgenommen werden, zu denen Ihr Kind normalerweise ausgeschlafen und „gut drauf“ ist.
- Vermeiden Sie „Horrorgeschichten“ über Zahnbehandlungen und die Androhung eines Zahnarztbesuches.
- Damit Ihr Kind Vertrauen zum behandelnden Arzt aufbauen kann, sollten ihm immer nur positive Darstellungen vermittelt werden.
- „Wenn du dir deine Zähne nicht richtig putzt, dann musst du zum Zahnarzt!“ Dieser gut gemeinte Rat ist falsch, da auf diese Weise der Zahnarzt zum Schreckgespenst wird.
- Wenn Sie von der Behandlung sprechen, sollten Sie Verneinungen möglichst vermeiden und keine Sätze bilden wie
„Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben.“
„Der Zahnarzt wird dir bestimmt nicht weh tun.“
„Du musst dir die Spritze nicht anschauen.“
Das Kind gewinnt so eine eher unangenehme Vorstellung von ANGST-WEH-SPRITZE.
- Benutzen Sie stattdessen positive Formulierungen wie
- „Der Zahnarzt hilft dir, dass deine Zähne wieder gesund werden.“
„… dass sie wieder schön aussehen.“
„Der Zahnarzt geht ganz lieb und vorsichtig mit dir um.”
Kiesstr. 62
